Presse: Das Erlkönig-Manöver

Zwischen den Abgründen des Lächerlichen zur Linken und des Geschmacklosen zur Rechten plaziert Löhr einen literar-historischen Thriller, der Klamauk mit Tiefe verbindet und hinreißend zu lesen ist, weil er nicht nur die Sinne, sondern auch Herz und Verstand angenehm beschäftigt. Er hat jene doppelte Optik, von der Nietzsche einmal sprach, für die Massen und für die Snobs, und vermag die gröbsten wie die feinsten Bedürfnisse zu befriedigen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ein “Historischer Roman” ist sein Buch zwar nicht, wohl aber eine spannende Räuberpistole, die den Leser frech und kundig in die Literaturgeschichte entführt. Die ganze Verschwörung ist natürlich völlig abwegig, doch sie ist mit solchem Spaß am Fabulieren entwickelt, dass man sich dem Erlkönig-Manöver schwerlich entziehen kann.
Literaturen

Herrlich flott liest sich dieser historische Roman, der den großen Vorbildern der klassischen Mantel-und-Degen-Geschichte eines Alexandre Dumas folgt. Er ist temporeich und voller Volten und Überraschungen. Vor allem die Dialoge ziehen ihren hinreißenden Wortwitz aus dem theatralischen Pathos. Das Spiel mit den Legenden der Literaturhistorie gelingt Löhr bravourös. So blitzgescheit und gewitzt kann Literaturgeschichte sein!
Focus

Das könnte nun ein x-beliebiger historischer Schinken werden, aber ach, es ist das komischste Buch, das ich seit langem las. Denn Löhr, offenbar brillanter Kenner der klassischen Literatur und wohl auch Besitzer eines Zitatenlexikons, lässt Goethe und Schiller, Kleist und Humboldt mit ihren eigenen Worten sprechen. Davon abgesehen ist das ganze Abenteuer auch noch spannend, geradezu aberwitzig. Sehr empfehlenswert!
Neue Rhein/Ruhr Zeitung

Eine witzige und furiose Abenteuerei.
Spiegel

Das Schönste an diesem Buch ist seine Respektlosigkeit. Robert Löhr hat eine komplett unglaubwürdige Story erfunden, um seine Räuberpistole zu inszenieren. Die toten Klassiker werden bei ihm zu sehr lebendigen Abenteurern.
DeutschlandRadio Kultur

So originell diese Konstellation ist, sie verblasst gegenüber dem furiosen Abenteuer, das Löhr entfesselt, indem er sein Sextett in eine veritable Mantel- und Degenklamotte katapultiert, in deren Rahmen die Dichter und Denker nicht mit der Feder, sondern der Stichwaffe hantieren. Kutschenüberfälle, Bombenanschläge, furiose Fluchten, irrsinnige Intrigen und wilde Volten: alles drin, alles dran.
Titanic 

Mit dem Erlkönig-Manöver tritt Löhr hervor als Schöpfer einer neuen Romangattung. Das, was er hier macht, hat meines Wissens noch nie jemand vor ihm gemacht. Und wie alle tollen Ideen ist sie sehr einfach: man nehme große Gestalten der Literaturgeschichte und lasse sie fiktive Abenteuer erleben. Unter bestimmten Prämissen wäre das, was hier fabuliert wird, sogar möglich gewesen; Das Erlkönig-Manöver ist also auf mehreren Ebenen zu konsumieren, als saftiger Abenteuerroman, als gefinkelter Sprachscherz – und dann als etwas, das uns die Literatur nur höchst selten schenkt: denn Legion ist die Zahl der Bücher, in denen steht, wie es angeblich gewesen ist. Hier aber erfahren wir, wie es hätte sein sollen, damit alles besser geworden wäre, als es nun ist… – Ein Kabinettstück erster Güte, lieber Löhr, ein Meisterwerk!
ORF

Das ist beste Unterhaltung und zugleich wunderbare Einstiegsdroge, um die Klassiker der Schulzeit dem Nebel des Vergessens zu entreißen.
aspekte (ZDF)

Weimars Dichterfürsten erwachen zu neuem Leben, rabauken und greifen in den Gang der Weltgeschichte ein. Fiktion? Jedenfalls hat der Autor mit viel Witz, Wissen und unglaublicher Akribie Recherchen betrieben und sie zu einer amüsanten Dichtung verwoben. Wage ich einen Vergleich zu Ecos Der Name der Rose?
Appenzeller Zeitung

Diese skurrile Geschichte ist an beziehungsreichen Details kaum zu überbieten. Die führenden Köpfe der Weimarer Klassik reden in Stückzitaten, ein wahres Feuerwerk an Pointen kommt da fast mühelos zustande und sorgt ob des immensen Wiedererken-nungswertes beim Lesen für ständige Heiterkeit.
Sächsische Zeitung

Eine erstklassige Abenteuergeschichte voller Drehungen und Wendungen, chaotischer Verwicklungen und fieser Intrigen. Eine Mixtur aus Fiktion und wahrer Historie, aus hochgeistigen Anspielungen und handfester Action. Unbedingt lesenswert.
SWR3

Robert Löhr hat mit dem Erlkönig-Manöver eine ebenso haarsträubende wie tolle Geschichte erfunden, die er in überaus witziger Weise und in wunderbarer, der damaligen Zeit angepassten Sprache erzählt. Für alle Freunde fantasievoller Erzählungen auf hohem Niveau ist dieses Buch das reinste Lese-Vergnügen.
Hofer Anzeiger

Man sollte meinen, dass solcherart Unterfangen von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Doch Löhr hat das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Mit bemerkenswerter Intelligenz umschifft er die Klippen des Trivialen und Billigen souverän, platziert die Helden in solides politisch-gesellschaftliches und literarisches Terrain und schafft einen hinreißenden historischen Roman aus der Zeit der Weimarer Klassik und Romantik mit wunderbar intelligentem Humor.
Sand am Meer

Robert Löhrs fantastisches literarisches Kleinod Das Erlkönig-Manöver ist nicht geeignet für die schnelle Auffrischung der gymnasialen Restbildung. Es ist vielmehr ein augenzwinkernder literaturhistorischer Unterhaltungsroman, der nun in einer kongenialen Hörbuchfassung vorliegt. […] eine kleine literarische Sensation. Ein Roman, der imstande ist, ein ganzes Genre auszuhebeln, die literarische Beschränktheit gewöhnlicher Historienschinken offenzulegen – und der überdies glänzend zu unterhalten weiß. Wer auf die Idee käme, Löhr für seine historischen und biographischen Ungenauigkeiten zu kritisieren, der ist seinem Spiel mit literarischen Vorlagen nur allzu bereitwillig auf den Leim gegangen. Ihm wird alles, was er finden kann, zum Material: Autobiographische Texte, wissenschaftliche Arbeiten, historische Quellen – und immer wieder Literatur. Löhr kennt und liebt seine deutschen Klassiker, so viel ist sicher. Und er haucht ihnen mit sicherer Hand Leben ein, skizziert sie als wirkliche Personen, gibt jedoch gleichzeitig stets bereitwillig ihren konstruierten Charakter zu. Selten hat die zeitgenössische deutsche Literatur einen spielerischeren, leichtfüßigeren Umgang mit ihrem übermächtigen Erbe gesehen.
Titel-Magazin

Das Erlkönig-Manöver ist eine wunderbare Gelegenheit für jeden Rezensenten, endlich das Zaumzeug abzustreifen und zügellos zu loben, was man da zwischen den beiden Buchdeckeln gefunden hat.
Löhr bedient sich ungeniert im Fundus der deutschen Klassik, verknüpft biografische Fakten mit erfundenen Ereignissen, Mythen und Spekulationen. An dieser Geschichte ist einiges wahr, anderes könnte durchaus wahr sein – in einer Parallelwelt. Löhr brilliert mit Witz und Sachkenntnis. Aber das Schönste an diesem Buch ist seine liebevolle Respektlosigkeit. Robert Löhr hat eine komplett unglaubwürdige Story erfunden und schafft das kleine Wunder, sie absolut glaubhaft zu erzählen.
Literaturzirkel

Das Erlkönig-Manöver hätte einen Regenguss von Superlativen verdient, ist es doch ein rares Kleinod im Allerlei deutscher Bieder- und Verbittertheit. Ein unglaubliches Vergnügen, das von der ersten Seite an auf allerhöchstem Niveau unterhält und mit einer feinsinnigen Gagdichte aufwartet, die ihresgleichen sucht. […] „Fasten your seatbelts!“, denn hinter dem sich auf dem Cover langsam öffnenden roten Vorhang erwartet Sie ein rasantes und komödiantisches Bubenstück mit einer so hanebüchenen Handlung, dass man schlichtweg nicht anders kann als schallend lachend die Sessellehne zu traktieren. Was Robert Löhr hier abbrennt, ist eine intelligente und höchst vergnügliche Feuerwerk-Mischung aus Bildungs- und Agentenroman, bei der Freunde von Klassik und Moderne gleichermaßen etwas geboten bekommen, und der bei dem ein oder anderen vielleicht sogar das Interesse an diesen literarischen Lichtgestalten wecken wird. 
Histo-Couch